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Bau von dauerhaften Amphibien-Leiteinrichtungen an der B 107 am Gesundbrunnen

Im Norden des Naturparks quert die viel befahrene B 107 zwischen den Ortschaften Rottstock und Buckau das Feuchtgebiet "Gesundbrunnen". Rechts und links der Bundestraße befinden sich die FFH-Gebiete "Riembach" bzw. "Buckau und Nebenfließe", in denen mindestens 9 Amphibien- und 3 Reptilienarten leben, darunter 5 streng geschützte Arten (Kreuz- und Knoblauchkröte, Moorfrosch, Kammmolch und Rotbauchunke). Jedes Jahr queren bis zu 15.000 Tiere die Bundesstraße, um zu ihren Laichgewässern oder ihren Überwinterungsbiotopen zu gelangen. Zu ihrem Schutz waren seit 1999 von der Naturwacht Hoher Fläming längs der B 107 Krötenzäune aufgestellt worden. 15.000 Tiere - das bedeutete für die Naturwacht und ihre ehrenamtlichen Helfer zu Spitzenzeiten fast acht Stunden Einsatz pro Tag, bei denen bis zu 2.000 Tiere in Eimern über die Straße getragen wurden. Über zehn Jahre wurde so verfahren, bis die Betreuung der Krötenzäune durch Personal- und Helfermangel immer unsicherer wurde.

2013 hat der Naturparkverein daher zusammen mit der Naturparkverwaltung, der Unteren Naturschutzbehörde Potsam-Mittelmark und der Naturwacht ein Projekt für einen dauerhaften Krötentunnel am Gesundbrunnen konzipiert, das schließlich Anfang 2014 vom Landesamt für ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung (LELF) bewilligt wurde. Auf rund 450 m Länge wurden bis Anfang 2015 beidseits der B 107 dauerhafte Amphibienleiteinrichtungen gebaut, die die ankommenden Tiere zu insgesamt neun Tunneln leiten, die unter der Straße verlaufen. Der Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg als Kooperationspartner des Projektes nutzte die Maßnahme, um zeitgleich die Straßendecke zwischen den Ortschaften Rottstock und Buckau zu sanieren.

Nach Abschluss der Maßnahme im Jahr 2015 gehen die Tunnel und die Leiteinrichtungen in das Eigentum des Landesbetriebes über. Der Landkreis Potsdam-Mittelmark hat sich vertraglich verpflichtet, die weitere Pflege und Unterhaltung der Anlage zu übernehmen.

Das Projekt wurde finanziert aus Mitteln des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums, des Landes Brandenburg, des NaturSchutzFonds Brandenburg und des Landkreises Potsdam-Mittelmark.

 
 

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